Waschmaschinen Standards

Bildquelle: Punyhong / Shutterstock.com
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Will man sich eine Waschmaschine zulegen, müssen zum einen Überlegungen bezüglich der gewünschten Kapazität und zum anderen gegenüber der Finanzierung angestellt werden. Eine Maschine mit hoher Kapazität ist auch mit höheren Kosten bei der Anschaffung verbunden. Hinsichtlich Energie- und Wassereffizienz wäre aber auf jeden Fall eine Maschine mit größerer Kapazität anzuraten. Außerdem hat der Verbraucher damit niedrigere Betriebskosten zu zahlen, ganz im Gegensatz zur Verwendung von kleineren Maschinen, bei denen auch häufiger gewaschen werden muss.

Waschmaschinen Standards in Europa und den Vereinigten Staaten

Im 20. Jahrhundert wurde mit der Entwicklung begonnen, die Effizienz der Waschmaschinen zu optimieren. Damit verbundene Vorteile wie

  • geringe Betriebskosten,
  • das Sparen von Energie und Wasser

traten immer mehr in den Vordergrund. So wurden dann auch gewisse Standards eingeführt.

In Europa tragen die Waschmaschinen heute ein EU-Energielabel, wobei Energieeffizienz-, Waschwirkungs- und Schleuderwirkungsklasse beurteilt werden.

In den Vereinigten Staaten gibt es für die Toplader und Frontlader-Waschmaschinen einen gesetzlich vorgeschrieben Standard, der den Energieverbrauch festlegt. Der alte, bis Januar 2011, verwendete Standard beinhaltete keine Beschränkung bezüglich des Wasserverbrauchs. Waschmaschinenhersteller bemühten sich diesbezüglich auch um keine legale Beschränkung, inwieweit unbeheitztes Spülwasser verwendet wurde. Mit dem Energiefaktor wird der Energieverbrauch für Waschmaschinen eingestuft und bewertet.

Nachdem schließlich neue verbindliche Standards eingeführt wurden, wurden viele Waschmaschinen so modifiziert, dass sie energie- und wassersparender waren als die gesetzlich vorgeschriebenen Standards oder sie konnten sogar zum Teil durch den noch strengeren „Energy Star“ Standard zertifiziert werden. Die Hersteller waren motiviert und ergriffen alsdann die Initiative und überschritten die verbindlichen Normen.

In Nordamerika gibt es das „Energy Star“ Programm, welches die Energieeffizienz von Waschmaschinen auflistet und vergleicht. Zertifizierte „Energy Star“ Geräte können anhand von Richtwerten, nämlich Energiefaktor (MEF) und Wasserfaktor (WF), verglichen werden.

  • Der MEF zeigt an, welche Kleidermenge pro Kilowattstunde in einem Durchgang gewaschen wird. Dieser Faktor korreliert stark mit der Art der Waschmaschine (Toplader, Frontlader), der Schleudergeschwindigkeit, Temperatur und benötigter Wassermenge pro Spül- und Waschzyklus.
  • „Energy Star“ Waschmaschinen müssen mindestens einen MEF von 2,0 aufweisen (je höher desto besser), wobei die besten Maschinen einen Wert von 3,5 erreichen. „Energy Star“ Waschmaschinen haben im Übrigen einen WF von weniger als 6,0 (je niedriger desto besser).